Inbrija ist ein relativ neues Medikament zur Behandlung von Morbus Parkinson, das gezielt gegen sogenannte „Off-Phasen“ eingesetzt wird. Es enthält inhalierbares Levodopa und bietet einen schnellen Wirkungseintritt.

Bisher stand Levodopa nur als Tablette in Kombination mit Benserazid oder Carbidopa zur Verfügung.

Entweder „normal“ wirkend oder retardiert, also mit verzögerter Wirkstoffabgabe, oder schnell freisetzend, zum Auflösen in Wasser als Suspension.

Nunmehr können Parkinsonpatienten Levopoda auch inhalieren.

Das neue inhalative Levodopa ist ausschließlich als Zusatztherapie (Add-on) in Off-Phasen gedacht und auch so zugelassen. „Offs“ tauchen akut auf, wenn die Wirkung der oralen Levodopa-Therapie nachlässt und die typischen Parkinsonsymptome wieder auftreten.

Inbrija muss nicht mit Benserazid oder Carbidopa kombiniert werden, da es den Magen-Darm-Trakt umgeht: Das Levodopa gelangt direkt über die Lunge ins Blut und dann ins Zentrale Nervensystem, somit schont es den Magen. Es beschleunigt die Wirkung, da es nicht wie Levodopa zuerst den Verdauungstrakt durchlaufen muss. Auf die Abstände zwischen Nahrungsaufnahme und Medikamenteneinnahme bzw. Inhalation muss nicht geachtet werden. Wechselwirkungen zwischen Eiweiß und Levodopa spielen keine Rolle.

Mein „Erstes Mal“

Die Handhabung ist gut beschrieben und erscheint mir unkompliziert. Sie hat aber ihre Tücken. Die erste Kapsel ging bereits bei Entnahme aus der Blister-Packung kaputt. Die Folie muss also vorsichtig abgezogen werden. Aufbrechen wie es sonst so üblich ist, funktioniert nicht. Im Akutfall ist das dann doch alles nicht so easy.

Das Drumherum war vorbereitet, nun konnte es zum Test gehen. Ausatmen, den Inhalator waagrecht halten, die Lippen fest um das Mundstück drücken und dann tief einatmen, um das Pulver zu inhalieren, bis sich die Lunge gefüllt anfühlt. Währenddessen war das „Drehen“ der Kapsel im Inhalator zu hören. Ein Hustenanfall beendete meinen ersten Inhalationsversuch vorzeitig.

Mein Rachen fühlte sich „sandig“ an und die Zunge ganz leicht taub mit einem „metallischen“ Nachgeschmack. Und immer wieder husten. Inzwischen waren 30 Minuten vergangen, ohne jegliche Wirkung, weitere 10 Minuten nichts außer Husten.

Schade! Aber ich werde es ein weiteres Mal testen

Canty 5.8.2023


Inbrija ist das erste inhalative L-Dopa-Präparat, das auf den deutschen Markt kommt. Es soll Parkinsonpatienten als Zusatztherapie zu oralem Levodopa bei Off-Symptomen rasch helfen. Deutsche Apotheker Zeitung 05.2022

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